JONATHAN STRANGE & MR NORRELL: Auf feenhaften Abwegen

Neil Gaiman sagt auf meiner Ausgabe von Susanna Clarkes JONATHAN STRANGE & MR NORRELL: “Unquestionably the finest English novel of the fantastic written in the last seventy years.” Als ich das Buch zuschlug und benommen versuchte, meine Gefühle zu ordnen, konnte ich ihm nur Recht geben.

Die Profession des Zauberers ist eine äußerst respektable Beschäftigung für die Herren der Oberschicht im England des 19. Jahrhunderts: In elitären Kreisen versammeln sich ernsthafte Männer, um in endlosen Diskussionen und hochakademischen Essays der Natur der Magie auf die Schliche zu kommen – doch ihre Wissenschaft bleibt eine theoretische. Seit hunderten von Jahren hat es keinen praktizierenden Zauberer mehr gegeben. Ganz britischer Pragmatismus hat man sich damit abgefunden, dass die Situation so ist, wie sie ist. (mehr…)

Eine Phoenix in Hamburg

Vor wenigen Wochen, im Oktober, wurden die Gewinner des diesjährigen Deutschen Phantastik Preises bekannt gegeben. Das Buch, das in der Kategorie Bester deutscher Roman gewonnen hat, ist PHOENIX – TOCHTER DER ASCHE von Ann-Kathrin Karschnick. Dank einer wundervollen Wanderbuch-Aktion in einem wundervollen Schreibforum durfte ich den Roman, der bereits im Oktober letzten Jahres erschienen ist, lesen. Die Autorin beschreibt ihren Romans selbst als “Teslapunk-Dystopie-Krimi mit romantischen Ansätzen” (Quelle: Feathergames) und diese knappste aller Genre-Bezeichnungen trifft es auf den Punkt. (mehr…)

“Man o to” heißt “Ich und du”

Ich gebe mich gerade zum Schreiben melancholisch-sehnsüchtigem House hin, weil die Geschichte so melancholisch voller Sehnsucht ist und in einer Stadt spielt, deren Herz in einem elektronischen Beat schlägt. Mesdames et Messieurs: Nu avec MAN O TO!

Etwas möchte beginnen!

Parantatatam!

Ich habe das Bedürfnis einmal wieder gute Musik vorzustellen:

Robert Gwisdek kennt ihr als Schauspieler aus deutschen Filmen. Der Typ ist ein Energiebündel. Ich bin begeistert. Mit seinem Bruder Johannes macht er Musik (siehe unten), außerdem hat KiWi vor kurzem seinen ersten Roman rausgebracht: DER UNSICHTBARE APFEL.

Der Auftritt von Käptn Peng letztes Jahr auf der Fusion ist eine der schönsten Erinnerungen an das Festival.

Das ist besser als Julia Engelmann

Ein bisschen genervt von feuchten B-Promiaugen wie denen eines Jörg Pilawa gibts meine Alternative zu pseudoweisen Phrasen auf die Ohren: (mehr…)

Fantasy-Futter

Ich muss mein Konto wieder in den Minusbereich bringen, deshalb habe ich beschlossen, Bücher zu kaufen. Es wird Zeit, endlich mal wieder die Zähne in richtig saftige Fantasyliteratur zu hauen, dazu noch aus deutscher Küche (fast alle) und sogar recht jung. Soll heißen, über diese Bücher spricht man noch. Ich gehe mit der Zeit! Ich weiß jetzt schon, (mehr…)

NACHTSONNE von Laura Newman: Meine erste selbstverlegte Lektüre

In einer alternativen Zukunft ist das Leben auf der Erde bedroht. Das Ende der Sonne naht und bevor sie erlischt, dehnt sie sich zu einem Roten Riesen aus, der mit seiner Strahlkraft die Temperaturen auf der Erdoberfläche rasend schnell in die Höhe treibt. Seit mehreren Generationen schon lebt ein kleiner Rest der Menschheit in einer ausgeklügelten unterirdischen Behausung, genannt HUB 1, und hat seitdem das Tageslicht nicht mehr gesehen. (mehr…)

DIE MOLDAU IM SCHRANK

Nina Maria Marewski gewann 2012 den Seraph der Phantastischen Akademie für ihren Debütroman Die Moldau im Schrank. Das ist schon eine Weile her. Eine Weile ist es auch her, dass ich das Buch las, das durch einen glücklichen Zufall in meine Hände fiel. Ich hatte viel Gutes darüber gehört und auch der Verlagstext hatte mich furchtbar neugierig gemacht, deshalb war meine Freude groß, weil ich glaubte, endlich wieder eine phantastische Perle gefunden zu haben. (mehr…)

Das Mädchen, seine Mutter und Großmutter

Neil Gaimans neuester Roman heißt The Ocean At The End Of The Lane und ist im Sommer letzten Jahres erschienen. Ich habe es mir sofort gekrallt, weil ich Neil Gaimans Arbeiten sehr schätze. Ich bin unschlüssig, ob mir der Kurzgeschichtenband Fragile Things (Zerbrechliche Dinge) oder der Roman American Gods am besten gefällt, aber ich denke, es sind die Fragile Things. American Gods war mein erstes Buch von Neil Gaiman und ich war begeistert, aber Fragile Things hat mir gezeigt, wie intensiv und vielschichtig phantastische Kurzgeschichten sein können. (mehr…)

Warum nur dieses Fantasy-Zeug?

absinthefreund:

Das wollte ich schon lange loswerden. Meine phantastische Mission und meine heimliche Neurose auf meiner anderen Seite:

Ursprünglich veröffentlicht auf Gute Nacht, Prinzessin:

Ich tue mich unheimlich schwer damit, im Netz eine “Präsenz” zu schaffen, mich darzustellen, Leser anzulocken und für meine Texte zu werben. Manchen Leuten scheint es in die Wiege gelegt zu sein, dass sie sich ein Online-Profil zu erstellen und im Nullkommanix eine Horde an Lesern anziehen. Oft sind auch Leute dabei, die eigentlich nichts zu sagen haben, aber aufgrund ihrer heiteren Wesensart oder ihrer Begabung zu kommunizieren auf andere sympathisch wirken. Ich treibe mich ja nun eine Weile im Netz herum, aber ich bin ein furchtbar unstetes Wesen, meine Begeisterung fürs Bloggen, fürs Twittern, für Forenteilnahme, Spiele etc. nimmt ständig auf und ab und auf und ab, wie meine Besucher-Statistik bei WordPress.

Meine heimliche Neurose

Noch schwerer als eine disziplinierte Anwesenheit und Beteiligung zu üben, fällt es mir über ein ganz bestimmtes – mein größtes – Hobby zu schreiben, denn hier kommt hinzu, dass ich damit ein Problem habe…

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