Jane Doe aka Erika Mustermann

Gestern wieder über einen solchen Fall gestolpert.
Warum nur muss sich eine deutsche Autorin, wenn sie ihren Fantasyroman veröffentlicht, ein englisches Pseudonym zulegen? Vor allem eine, die auch unter ihrem richtigen Namen schon Einiges veröffentlicht hat?

Wirklich, das empört mich. Ich finde es viel interessanter und ich beschäftige mich viel lieber mit Fantasyliteratur, die nicht wie die breite Masse aus den Staaten kommt. Langweilig, schon tausendmal gehabt. Nicht dass ich „deutsche Fantasy“ grundsätzlich als höher einstufe als U.S.-amerikanische oder britische (gerade die Briten haben mächtig was drauf in dem Genre), aber deutsche Fantasy soll doch zum Teufel nochmal gefördert werden!
So wird es doch überall herausposaunt: „Fördert Fantasyautoren aus dem eigenen Land!“
Es ist in meinen Augen geradezu feige, sich hinter einem englischen Namen zu verstecken.
Und ich bin mir sicher, sehr vielen anderen Lesern geht das auch so.
Wie soll sich Fantasy aus Deutschland Respekt verschaffen, wenn sie doch nur versucht die aus englischsprachigen Ländern zu kopieren?
Ärgerlich ist das. Und unverständlich. Und nicht auch ein bisschen selbstverleumndend?
Nun, wahrscheinlich muss man in den meisten Fällen nicht die Autoren selbst anklagen, sondern deren Verlage. Höhere Verkaufszahlen sollen durch einen amerikanischen Autorennamen gesichert werden. Da verschwinden Sympathiepunkte und Respektpunkte.

Ich will Originale, ehrliche Bücher. Keine Romane, die durch Glitzer, falsche Namen und irreführende, nichtssagende Buchtrailer aufgebläht werden.

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3 Kommentare

    1. Was du zu der Pseudonymfrage antwortest, sehe ich auch so! Ich kann verstehen, dass z.B. eine Anna Müller sich ein Pseudonym zulegt, das exotischer klingt als der echte Name, dagegen habe ich nichts einzuwenden – Künstlernamen haben ja ihren Reiz und ihre Berechtigung. Aber für mich ist es etwas Anderes, wenn ein Pseudonym aus Marketinggründen erstellt wird. Kann ich natürlich keinem deutschen Autor vorwerfen, der unter amerikanischem Namen schreibt, aber der Verdacht drängt sich manchmal auf …

      Hm, dabei muss man auch sagen, dass wir zwei wohl Glück haben, mit einem klangvollen Namen gesegnet zu sein. ;)

      1. Ja, da haben wir wohl Glück gehabt.

        Ja, bei einigen Autoren hatte ich das Gefühl auch schon. Ich komme immer drauf, wenn ich das englische Original des Buches suche, da ich lieber englisch lese und dann via Google auf deutschen Autorenseiten lande ^^. Finde ich immer schade …

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