Q4 – Das Phantastische Quartett

Vor kurzem entdeckte ich LARP.TV. Ursprünglich entstanden als Onlinesender für (Live-)Rollenspieler hat sich das Interessengebiet mittlerweile erweitert.
Im letztem Jahr entstand dort das Phantastische Quartett – eine Gruppe von Autoren rund um Moderatorin Anett Enzmann. Das Q4 setzt sich mit fantastischer Literatur auseinander und diskutiert spezifische Themenbereiche, über die man sich als Leser oder Autor von Fantasyliteratur auch schon Gedanken machte, aber gerne Meinungen von „Experten“ hören würde. Das heißt, Meinungen von Autoren, die mit jenen Mitteln, Regeln und Begriffen arbeiten (sie mitunter selbst erschaffen), die das Gerüst der Phantastik bilden.
Oft geht es präzise ins Detail, die Runde versteht etwas von ihrem Gebiet. Dabei wird sich nicht streng an der Phantastik entlanggehangelt, auch wenn sie über allem schwebt. Es geht um Dinge wie Figurenerschaffung, Weltenerschaffung und der Entstehungsprozess einer Geschichte; Themen, die genreübergreifend sind, wenn es ums Handwerk geht.

Ich mag sie sehr gerne, solche Videorunden von Fantasyautoren, und schaue und höre interessiert zu, was Autoren wie Thomas Finn, Gesa Schwartz und Thomas Plischke zu sagen haben.
Allerdings kommt bisher nicht viel neue Information auf und teilweise habe ich das Gefühl, die Redner wiederholen sich oder geben Floskeln wieder, über die man als einigermaßen „erprobter“ Schreiber und Kenner der Phantastik lange hinaus ist. Natürlich, das Phantastische Quartett ist keine Serie über Schreibtipps, sondern vornehmlich an Fantasyleser bzw. Fantasyfans gerichtet (obwohl die Anregungen für Schreibanfänger in jedem Fall nützlich sind!), doch selbst so waren die Diskussionen wenig frisch. Alles, worüber dort bisher gesprochen wurde, ist schon oft an anderer Stelle durchgekaut worden.

Sind Diskussionsthemen rund um Fantasy und Phantastik wirklich schon erschöpft, sodass man immer wieder über die gleichen sprechen muss?
Oder sind die wiederkehrenden Fragen und Anregungen die Essenz jeglicher Fantasydiskussionen, sodass ständig darauf zurückgegriffen wird und man nicht müde wird, sich in mehr oder weniger gleichen Schlussfolgerungen darüber auszulassen?

Ich werde über originelle Fantasydiskussionsthemen nachdenken und berichten …

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