Hirn entrosten

Da bin ich wieder. Und fühl mich wie zurück an den Anfang geworfen. Zwei Wochen kein Blog und schon ist sie wieder da, die Scheu vor den ersten Worten. Ich gebe zu, ich habe mich auch ein bisschen gedrückt vor dem Schreiben. Unglaublich, wie schnell das Hirn rostet.
Was macht man da?
So tun als wär nix.

Zwei ganze Bücher, ein halbes und ein Drittel eines Buchs habe ich gelesen: Zuerst Contra el viento von Ángeles Caso. „Gegen den Wind“ heißt das, aber ich glaub nicht, dass der Roman ins Deutsche übersetzt wurde.
Zwischendurch ein bisschen von Stadt der Diebe von David Benioff – das muss irgendwann zuende gelesen werden, weil Kolja so unglaublich lustig ist. Ist aber der Mutter ihres, deshalb sehe ich es erst einmal nicht wieder.
Dann Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena. Perfekte Sommerlektüre.
Am Flughafen habe ich lange und frustriert gesucht, weil spanische Bücher so groß und teuer sind. Warum diese Riesenformate? Gekauft habe ich schließlich El vagón de las mujeres („Der Waggon der Frauen“) von Anita Nair – keine Spanierin, eine Inderin. Das Buch war ein guter Griff, an ihm bin ich noch dran.

Über die fertig gelesenen Bücher schreibe ich noch was Längeres, das haben sie verdient. Aber nicht heute.

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10 Kommentare

  1. Willkommen zurück :o) Das Entrosten hat doch schon geklappt. Du kannst ganze Bücker auch Spanisch lesen? Respekt. Ich kann nur „Ola“.
    Mein Blog hat sich inzwischen vermehrt. Leichtes von Ernstem getrennt. Ich glaube, das passt besser.

    1. Die Sprache fällt mir nicht schwer, zur Hälfte bin ich spanisch.
      Deshalb versuch ich mich auch im Italienischen. Ich liebe es, an einer Sprache zu knabbern, hartnäckig Bücher zu lesen, die man nur stockend versteht, bis es irgendwann knackt und die Sprache offen liegt. :)

      Gibt es jetzt zwei Blogs, einen mit Leichtem und einen mit Schwerem, oder wie darf ich das verstehen?

  2. Du bist zur Hälfte spanisch – ach so. Wieviele Sprachen sprichst du? Hören kann ich ja alle ;o)
    Bei mir ist inzwischen sogar das Englische eingerostet. Habe auch gar keine Lust zur Zeit, mich da noch mal einzulesen.
    Ja – meine Blogs wurden geteilt, um Leichtes von Schwerem zu trennen. Ich denke, dass es zwei unterschiedliche Leserkreise sind. Manche fanden einige Texte in meinem ersten Blog zu melancholisch.

    1. Dann muss ich mich bald mal wieder auf deinen Seiten umsehen.

      Englisch sprech ich noch und etwas Italienisch, aber das verkümmert leider mangels Konversationspartner. :)
      Ich muss sagen, dass ich öfter englische als deutsche Literatur lese. Auch studiumbedingt, aber ich habe irgendwie einen besseren Draht zu englischsprachigen Autoren. Ich bin gerade dabei, mich wieder umzupolen und hab mir einen Sack deutschsprachiger Literatur besorgt.

      Ich muss mich auch überwinden, wenn ich mir ein italienisches Buch greife, aber man gewöhnt sich schneller dran als man denkt. Mein Trick ist es, Bücher, die ich auf deutsch oder englisch furchtbar gern hab, mir auch in der weniger fließenden Sprache zu kaufen. Man versteht leichter und liest lieber, weil man weiß, welcher Genuss einen erwartet. :)

  3. Habe David Benioff auf einer Lesung in Köln zugehört und erfahren, dass er eigentlich Drehbuchautor (Troja, Drachenläufer) ist. Genauso anschaulich geschrieben ist auch sein Roman. Ich habe „Stadt der Diebe“ gern gelesen. Bildgewaltige Sprache und Spannung bis zum Ende. Viel Spaß mit dem Rest der Geschichte!

    1. Danke. Ich bin bald wieder bei Muttern, dann gehts weiter mit der Stadt der Diebe. :)
      Ha, na sowas. Troja habe ich mir sehr gern angeschaut. Drachenläufer habe ich nicht gesehen, von dem Buch war ich nicht so angetan.

      1. Drachenläufer kenne ich wiederum nicht, so schließt sich der Kreis. Bin gespannt auf deinen Eindruck zu „Stadt der Diebe.“ Bedeutet bei dir „Bei Muttern“ sein Zeit zum Lesen zu haben? Du Glückliche ;-)

        1. So, Fazit: „Stadt der Diebe“ wurde in einer Nacht-und-Bett-Aktion durchgelesen!
          Das ist so ein Buch, das ich jedem weiterempfehlen werde, wenn ich darauf zu sprechen komme. Da stimmt einfach so viel, das mir an Romanen wichtig ist: Humor, Spannung, tolle Figuren, eine Leichtigkeit der Schreibweise und Natürlichkeit der Figuren trotz der schweren Thematik. Und gleichzeitig nehme ich dem Benioff die ganze verrückte Geschichte ab als hätte sie wirklich passiert sein können. :)

          Nun, R.I.P Kolja, aber das muss wohl so sein.

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