¡A ver esas manos como palomas!

Es ist schwierig, bei youtube ordentliche Flamencovideos zu finden. Aber wenn man Carlos Saura eingibt, kommen schöne Sachen. Man muss nur wissen, wie man richtig sucht!
Von ihm stammt der Film „Flamenco“ von 1995, eine Dokumentation. Denn Flamenco ist nicht einfach Flamenco, es ist Gesang, es ist Gitarre, cajón, Klatschen, Rhythmus und natürlich Tänze verschiedenster Art, die Sevillanas, Fandangos, Tangos, Bulerías, Alegrías heißen. Wahrscheinlich noch mehr, ich kenne sie selbst nicht alle.
Außer den Sevillanas ist Flamenco übrigens kein Paartanz, wie viele denken. Er sieht am schönsten aus, wenn er alleine getanzt wird.

Mit der Musik kann ich mich nicht immer anfreunden, dafür bin ich sehr von der Atmosphäre des Tanzes eingenommen. Sobald ich einen profesionellen Tänzer sehe, klappt mir quasi die geistige Kinnlade herunter. Die Schritte, die Armbewegungen, die Haltung – all das ist Technik und kann man lernen. Aber die Leidenschaft, die Emotionen, die von Takt zu Takt umschlagen kann – von romantisch, über melancholisch-sanft, zu sinnlich und wild, fast aggressiv – das ist die Kunst, das ist es, wovon ich Gänsehaut kriege.

Für mich ist Flamenco eine Mischung aus Ballett, Stepptanz und orientalischem Tanz mit einer gehörigen Portion Pfeffer. Tatsächlich hat der Flamenco, sowohl Musik als auch Gesang, Einflüsse aus dem Arabischen, dem Jüdischen, dem Griechischen, dem Afrikanischen, dem Romanischen und noch so einigen anderen Kulturen, und wurde vor allem von andalusischen Roma weiterentwickelt.

Ich selbst tanze Flamenco seit drei Jahren (mit Unterbrechungen). Das letzte halbe Jahr haben wir Tangos getanzt, nun sind Alegrías dran. Tangos machen viel Spaß, da steckt ganz viel Leidenschaft drin. Schade ist nur, dass ich, sobald wir einen neuen Tanz anfangen, den alten nach und nach vergesse …

Das Video ist ein Ausschnitt aus „Flamenco“. Es werden Alegrías gezeigt:

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4 Kommentare

    1. Ich finde die Farben auch sehr schön, und das schlichte Studio. Schade, dass auch hier die Qualität nicht so gut ist.
      Die Kleider in dem Video sind der Hammer! Solche Röcke habe ich noch nie live erlebt. Muss sehr schwierig sein, darin zu tanzen. Ich habe einen richtigen Flamencorock, aber Viele bei uns tanzen auch in Hose. Hauptsache bequem.

      1. Der Flamencorock hat aber schon so was, woran man ihn hochzieht? So eine Art Schleppe? Ich kenne mich überhaupt nicht mit Tanz aus, aber diese Geste, als die Tänzerinnen diese Schleppen dann hochrafften, kam mir bekannt vor.

        1. Die Tänzerinnen werfen hier den Rock hoch und greifen ihn dann. Da gibts nichts zum Hochziehen, aber eine Menge Übung steckt dahinter. Sonst ist es auch nicht ungewöhnlich, sich ein bisschen runterzubeugen. Muss aber alles ganz elegant aussehen. :)
          Und die hier sind sehr, sehr klassisch. Viele Frauen tanzen heute auch im „Männerkostüm“, einfach weil man die Fußbewegungen dann besser sehen kann und weil alles viel schlichter und minimalistischer und zackiger geworden ist. Ich mag beides. Ich denke, es kommt einfach sehr auf das Naturell der Tänzerin an. Diese zarten Damen hier mit ihren filigranen Bewegungen machen sich wohl besser im Rock.

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