Gefühlsgeladene Violinen

Die vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi gehört zu den Werken klassischer Musik, die mir seit ich sie zum ersten Mal hörte, immer wieder feierliche Gefühle – Gänsehaut und Euphorie! – bescheren. Ich erinnere mich nicht viel an meine Kleinkindheit, aber ich erinnere mich an den Plattenspieler meines Vaters und daran, wie ich mit riesigen Kopfhörern davor saß und dem „Herbst“ lauschte. Ich bin mir sicher, dass das ein Trigger für meine Musikliebe war. Der „Herbst“ mag Gefühle an meine Kindheit anklingen lassen, aber das Thema, das mich seit jeher am meisten aufwühlt, ist das des „Sommers“.

Der Komponist Max Richter hat sich der Vier Jahreszeiten angenommen und sie in ein modernes Gewand gekleidet. Die Dramatik, die möglicherweise im Laufe der Zeit etwas eingestaubt ist, hat Richter ausgeschüttelt und gestochen scharfe Klänge und Rhythmen hervorgezaubert, ohne der Musik ihren Charakter zu nehmen. Wer die Konzerte nicht fast auswendig kann, wie ich, wird vermutlich nicht bemerken, was anders ist. Aber das ist gut so, deshalb ist diese Neuinszenierung so brillant. Hier in das Meisterwerk reinhören.

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